PLAGULA

 

Eine leuchtende Überdachung für den öffentlichen Raum: Plagula ist Dach und Straßenlaterne zugleich: sie fängt tagsüber Sonnenenergie ein, die sie nachts wieder abgibt.


Auf ihrer Oberseite befinden sich Solarzellen, mit deren Strom die Akkus geladen werden, um die LEDs zu speisen. Während die Solarzellen das Sonnenlicht absorbieren, bleibt es unter ihnen schattig und kühl.

 

Nachts leuchtet Plagula zunächst nur schwach türkis, um zu ihre Position zu markieren. Erst wenn sich Personen nähern leuchtet sie den Platz unter ihr vollständig aus.

 

ORT

Plagula steht in Parks, auf öffentlichen Plätzen, vor Restaurants oder an Haltestellen. Dabei kann sie sowohl einzeln, wie auch in kleinen Gruppen aufgestellt werden. Auch größere Flächen lassen sich mit unterschiedlichen Anordnungen von Plagula überdachen.

 

Da ein Stromanschluss nicht notwendig ist, kann sie als autarke Einheit leicht und ohne großen Montageaufwand aufgestellt werden, was auch für entlegene Orte und temporäre Anwendung von besonderem Vorteil ist.

 

ORNAMENT

Bei Sonnenschein zeichnet sich ein Schattenmuster durch die ornamentale Anordnung der Solarzellenmodule unter Plagula ab, das an die Schattenmuster von Bäumen erinnert. Es ist ein lebendiger Schatten, der sich mit dem Sonnenlicht ständig verändert.

 

Bei Dunkelheit markieren die türkisenen LEDs die äußeren Eckpunkte eines Sternornaments, die weißen die inneren. Sieht man zunächst einen Sternenhimmel aus leuchtenden Punkten, so erschließt sich erst allmählich deren geometrische Anordnung.

 

LICHT

Türkise Hochleistungs-LEDs produzieren das Grundlicht, das sich automatisch ab einem gewissen Dämmerungsgrad einschaltet. Grün-blaues Licht wird vom menschlichen Auge nachts besonders gut wahrgenommen, weshalb bereits geringe Lichtleistungen ausreicht. Auf diese Weise kann der ohnehin schon gute Wirkungsgrad der LEDs noch einmal gesteigert werden.

 

Kommt jemand in den Bereich des Sensorfeldes, leuchten zusätzlich noch helle weiße LEDs auf und schaffen die gewohnte gute Ausleuchtung. Auf diese Weise kommt die Lampe mit einem Minimum an Strom aus, so dass selbst in langen Winternächten oder an verregneten Tagen bei durchschnittlicher Nutzung keine Energieprobleme auftreten sollten.

 

Mehrere Elemente können über Funk miteinander kommunizieren und interaktiv koordinierte Lichtmuster erzeugen, so kann z.B. einer sich annähernden Person das Licht vorauseilen. Durch diese gestaffelte Lichtemmision wird zum einen die Lichtverschmutzung, d.h. die Störung der natürlichen nächtlichen Umgebung, gering gehalten. Zum anderen kommt die Lampe mit einem Minimum an Strom aus, so dass sie selbst in langen Winternächten oder an mit verregneten Tagen bei durchschnittlicher Nutzung keine Energieprobleme bekommen sollte.

 

FORM

Die transparenten Flächen aus schlagzähem Kunststoff versteifen sich durch ihre Wölbungen, ähnlich wie man es bei vielen Blättern beobachten kann. Die statische Anlehnung an die Versteifungsprinzipien von Blättern stellt einen formalen Bezug zwischen Plagula und ihrer Umgebung her. Das gleiche gilt für die bereits beschriebene Schattenwirkung, die durch die ornamentale Anordnung der Solarzellenmodule entsteht.

SESE -LAB

© 2017 SEBASTIAN SEITZ